MANUELLE LYMPHDRAINAGE MLD

Aktualisiert: 12. Okt. 2021


Lymphdrainage MLD

Manuelle Lymphdrainage – was ist das?

Die Lymphdrainage ist eine spezielle Art der medizinischen Massage. Dabei wird der Transport der Lymphflüssigkeit in den Lymphgefäßen durch sanfte Grifftechniken angeregt.


Was ist eigentlich das lymphatische System?

Das lymphatische System ist Teil des Immunsystems und dient dem Flüssigkeitstransport. Es besteht aus den lymphatischen Organen und den Lymphgefäßen. Diese ziehen sich wie Blutgefäße durch den Körper, treffen sich an verschiedenen Stellen in Lymphknoten und münden nahe dem Herzen ins venöse Blutsystem. 2-3 Liter Lymphe transportiert unser Körper am Tag. Die wässrige Körperflüssigkeit fliesst in einem eigenen Gefässsystem, dem Lymphsystem. Bevor sich die Lymphe allerdings in der Vene mit dem Blut vereint, passiert sie zahlreiche Lymphknoten. Rund 600 besitzt der Mensch - unter anderem am Hals, in der Achselhöhle, in den Ellenbogengelenken, den Leisten und in den Kniekehlen. Seine Aufgabe ist es Bakterien, Viren, Eiweisse oder Schadstoffe abzutransportieren.


Welche Leiden werden mit der MLD behandelt?

Bei Ödemen, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, bei Traumata, vor und nach Operationen, zum Beispiel bei Huft‐Prothesen, künstlichen Kniegelenken, Zahnoperationen. Auch bei Ulcus, Migräne, stark schmerzenden Verspannungen helfen sie sowie bei kosmetischen Beschwerden wie Akne. Sehr gut wirkt die Manuelle Lymphdrainage auch bei Heuschnupfen (Abschwellen der Schleimhäute).


Lymphknoten
Lymphknoten

Wie sieht eine Behandlung (MLD) aus?

Behandelt wird heute die Haut, die Unterhaut, das Unterhautfettgewebe bis hin zur Muskelfaszie. Denn dort lagert sich bei einem Ödem/einer Schwellung Flüssigkeit ein und genau dort kommt es im Laufe der Zeit auch zu bindegewebigen Veränderungen.


Dass die Manuelle Lymphdrainage (MLD) so unterschiedlich aufgebaut sein kann, erklärt sich am besten anhand des breiten Spektrums von Krankheitsbildern, welche mit MLD behandelt werden:

Allen gemeinsam ist die Schwellung (das Ödem). Aber eine schmerzhaft angeschwollene Knieregion infolge einer Operation unterscheidet sich sehr von einem chronischen Lymphödem nach einer Lymphknotenentnahme, die im Rahmen einer Krebsbehandlung durchgeführt werden musste. Und jenes Lymphödem erfordert wiederum eine ganz andere Grifftechnik bzw. Griffdosierung als das schmerzhaft mit Flüssigkeit durchtränkte Fettgewebe bei Lipödemen.

Auf diese Unterschiede kommt es an – dieses individuelle Behandeln ist Aufgabe eines ausgebildeten Lymphdrainage-Therapeuten.


Lymphdrainage

Lymphdrainage-Therapeutinnen und Therapeuten massieren durch flaches Auflegen der Finger bzw. Hände mit fein dosiertem Druck das Unterhautgewebe in Richtung des Lymphabflusses. Mit Pump-, Dreh- und kreisförmigen Bewegungen wird der Abtransport überschüssiger Gewebsflüssigkeit erleichtert. Die entstauende Wirkung der Massage kann durch anschliessendes Bandagieren verstärkt werden.

Ziel Abschwellung

Die Lymphdrainage findet bei verschiedenen Krankheitsbildern ihren Einsatz. Beispielsweise bei Krebspatienten oder Menschen, die eine Knie- oder Hüftprothese eingesetzt bekommen haben. In der orthopädischen Behandlung ist das Ziel die Abschwellung, Verbesserung der Wundheilung und eine bessere Gelenksbeweglichkeit. Auch bei Sportverletzungen und rheumatischen Erkrankungen ist eine Lymphdrainage empfehlenswert.


Nach der Lymphdrainage

Zur Ergänzung und Konservierung des Behandlungsergebnisses kommt oftmals eine Kompressionstherapie zum Einsatz. Die behandelte Körperstelle wird eingewickelt, um zu verhindern, dass sich das Ödem schnell wieder bildet.


Grundsätzlich ist in Verbindung mit der Lymphdrainage folgendes zu beachten:

  • Keine zu enge Kleidung tragen, da dies den Lymphabfluss erschwert

  • Die Haut sollte sorgfältig gepflegt werden

  • Besondere Vorsicht bei der Nagelpflege

  • Bei Haus- und Gartenarbeit konsequent Handschuhe tragen

  • Sportliche Aktivitäten auf leichte Bewegungen beschränken (Spazierengehen, Nordic Walking, Schwimmen usw.)

  • Sauna, Solarium und Sonnenbäder sollten vermieden werden


Wie unterscheiden sich Blutgefäßsystem und Lymphgefäßsystem?

Blutgefäßsystem

  • geschlossener Kreislauf, angetrieben durch das Herz

  • Versorgung der Körperzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff über das arterielle System

  • Entsorgung über das venöse System

  • Transportkapazität: 5000 l/Tag

Lymphgefäßsystem

  • Halbkreis, der im Bindegewebe blind beginnt und kurz vor dem Herzen in das Venensystem einmündet

  • Lymphströmung besonders gefördert durch die Kontraktion der Lymphangione, aber auch durch Atmung und Muskeltätigkeit

  • Abtransport von makromolekularen Substanzen aus dem Interstitium (meist Produkte des Zellstoffwechsels)

  • Transportkapazität: 2-3 l/Tag


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